Qualitätstechniken. Werkzeuge zur Problemlösung und ständigen Verbesserung.

Qualitätstechniken. Werkzeuge zur Problemlösung und ständigen Verbesserung.

 

 

 

von: Philipp Theden, Hubertus Colsman

Carl Hanser Fachbuchverlag, 2002

ISBN: 9783446226449

Sprache: Deutsch

119 Seiten, Download: 925 KB

 
Format:  PDF, auch als Online-Lesen

geeignet für: Apple iPad, Android Tablet PC's Online-Lesen PC, MAC, Laptop


 

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Qualitätstechniken. Werkzeuge zur Problemlösung und ständigen Verbesserung.



5 Fehlermöglichkeits- und -einflussanalyse (FMEA) (S. 78-79)

WORUM GEHT ES?

Fehler, die während der Produktion oder dem Einsatz von Produkten auftreten, verursachen hohe Kosten der Fehlerbeseitigung. Oft führen sie sogar bis hin zum Ansehensverlust eines Unternehmens bei seinen Kunden. Es ist daher sinnvoll, schon in einer frühen Phase der Produkt- und Prozessplanung und -entwicklung möglicherweise auftretende Fehler zu betrachten. Die Fehlermöglichkeits- und -einflussanalyse (FMEA) ist eine zielgerichtete Methode, mit der mögliche Fehler frühzeitig ermittelt werden. Die aus den Fehlern entstehenden Risiken werden bewertet und anschließend Gegenmaßnahmen zur Vermeidung der Fehler entwickelt. Nach dem jeweiligen Betrachtungsobjekt der FMEA wird zwischen System-, Konstruktions- und Prozess- FMEA unterschieden.

WAS BRINGT ES?

Durch das frühe Beschäftigen mit möglichen Fehlerquellen wird eine Strategie der Fehlervermeidung anstatt aufwändiger Fehlerbeseitigung verfolgt. Die FMEA ist daher besonders gut für Neuentwicklungen und Änderungen von Produkten und Prozessen geeignet. Durch die Risikobewertung können kritische Komponenten gefunden und Schwerpunkte bei der Verhütung von Fehlern gesetzt werden.

Die mit der FMEA erzielte Qualitätssteigerung senkt die Gefahr, dass Produktfehler beim Kunden auftreten und damit Kosten und ein Ansehensverlust entstehen. Dem höhe ren Aufwand zu Beginn der Entwicklung steht die Vermeidung von späteren Fehlern gegenüber. Weitere Vorteile des FMEA-Einsatzes sind die Steigerung des Qualitätsbewusstseins der Mitarbeiter, der fachübergreifende Wissensaustausch sowie die geordnete und lückenlose Dokumentation der Fehler und Gegenmaßnahmen.

WIE GEHE ICH VOR?

Zu Beginn der Arbeit wird festgelegt, welche Art der FMEA durchgeführt werden soll. System-, Konstruktionsund Prozess-FMEA bauen aufeinander auf, haben aber gleichzeitig ganz unterschiedliche Fragestellungen. Mit der System-FMEA wird das Zusammenwirken der einzelnen Komponenten eines komplizierten Systems betrachtet. Fehler sollen schon bei der Systemgestaltung vermieden und die Sicherheit und Funktionsfähigkeit des Systems überprüft werden. Informationsgrundlage sind hier bereits erarbeitete Systemkonzepte und Pflichtenhefte.

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