Tunesien

Tunesien

 

 

 

von: Ursula Eckert, Wolfgang Eckert

Reise Know-How Verlag Peter Rump GmbH , 2004

ISBN: 9783831712526

Sprache: Deutsch

720 Seiten, Download: 19749 KB

 
Format:  PDF, auch als Online-Lesen

geeignet für: Apple iPad, Android Tablet PC's Online-Lesen PC, MAC, Laptop


 

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Tunesien



Geographie (S. 98)

Die Republik Tunesien ist der kleinste der nordafrikanischen Maghreb-Staaten (arab. „Maghreb" = der Westen), zu denen neben Marokko und Algerien auch Libyen und Mauretanien gehören. Im Norden und Osten umspült das Mittelmeer einen 1300 km langen Küstenstreifen, im Westen wird das Land von Algerien, im Südosten von Libyen begrenzt.

Mit seinem Gesamtmaß von rund 164.000 km² ist das tunesische Staatsgebiet etwa doppelt so groß wie Österreich bzw. halb so groß wie Deutschland. Seine Ost-West-Ausdehnung beträgt im Schnitt rund 200 km, und es sind etwa 800 km vom Cap Blanc, dem nördlichsten Punkt, zum südlichsten Zipfel im Dreiländereck Tunesien/Algerien/ Libyen.

Tunesien erstreckt sich über mehrere geographische Großräume, die sich durch Topographie, Klima und Wasserhaushalt stark voneinander unterscheiden und somit den jeweiligen Bewohnern unterschiedliche Lebensbedingungen bieten. Entsprechend variiert auch die Besiedlungsdichte. Die meisten Orte und Städte liegen im fruchtbaren Norden und in der östlichen Küstenregion: Dort, auf ca. einem Viertel der Staatsfläche, lebt etwa die Hälfte der rund 9,4 Mio. Bewohner. Der südlichste Wüstenteil ist völlig unbesiedelt.

Nördliche Küstenzone und Nordtunesisches Bergland

Von Westen kommend setzt sich das Atlasgebirge im Norden Tunesiens als Tell-Atlas fort, allerdings nicht mehr mit solch mächtigen Bergen, wie wir sie von Marokko oder Nordalgerien kennen. Die höchste Erhebung des Landes – der Djebel Chambi – bringt es gerade auf 1544 m, und weiter nach Osten verlieren die Berge ständig an Höhe. Das nordtunesische Bergland hat im allgemeinen Mittelgebirgscharakter, nur selten schaut der nackte Kalkstein hervor, wie z.B. bei dem markanten Table de Jugurtha oder beim fast alpin wirkenden Djebel Zaghouan.

Beginnen wir in der nordwestlichen Ecke des Landes, in der Kroumirie, eine Bergregion, die gleich hinter dem schmalen Küstensaum mit seinen Buchten und kilometerlangen, einsamen Sandstränden aufsteigt. Hier – in einer Gegend, die mehr europäisch als afrikanisch anmutet – bedecken ausgedehnte, dichte und wildreiche Wälder die Berge. Es wachsen Kork- und Steineichen, aber auch Kiefern, Eschen und andere Laubbäume. Die Berge erreichen mit dem Djebel Rorra nahe Ain Draham (1203 m) ihre größte Höhe und flachen nach Osten hin ab. Die Kroumirie verdankt ihr üppiges Grün reichen Niederschlägen, die hier – in der Wetterecke des Landes – im Jahresmittel fast 1600 mm erreichen (zum Vgl.: Tunis 461 mm, Tozeur/Nefta unter 100 mm, München 922 mm). Sie fallen vorwiegend in den Wintermonaten – gelegentlich sogar als Schnee.

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