Wanderungen auf La Palma

Wanderungen auf La Palma

 

 

 

von: Klaus Wolfsperger, Annette Miehle-Wolfsperger, Annette Miehle- Wolfsperger

Bergverlag Rother, 2004

ISBN: 9783763342464

Sprache: Deutsch

226 Seiten, Download: 24821 KB

 
Format:  PDF, auch als Online-Lesen

geeignet für: Apple iPad, Android Tablet PC's Online-Lesen PC, MAC, Laptop


 

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Wanderungen auf La Palma



Der Westen (S. 108-109)

Idyllische Strände, Plantagen und eindrucksvolle Lavalandschaften »La Palmas Sonnenseite«, mit diesem Slogan wird gerne für den Inselwesten geworben. Tatsächlich weist die Region zwischen Puerto de Tazacorte und Puerto Naos die meisten Sonnenstunden der Insel auf, und – was den Urlauber vielleicht am meisten freut – hier erwarten uns auch die schönsten Strände. Das beständige, regenarme Klima im Windschatten der Cumbres hat aber auch seine Schattenseiten: die Vegetation ist nicht so üppig wie auf der Ostseite, die Küstenregionen sind zudem geprägt von einer Monokultur ohnegleichen – Bananenplantagen, so weit das Auge reicht.

Das fruchtbare und stark zersiedelte Valle de Aridane mit den Städten Los Llanos de Aridane und El Paso bildet das wirtschaftliche Rückgrat der Insel. Nicht von ungefähr wird Los Llanos häufig als »heimliche Hauptstadt« La Palmas bezeichnet. Weniger wegen der Sehenswürdigkeiten – außer der einladend hübschen Plaza España hat die Stadt nicht viel zu bieten –, aber in der Region befinden sich die ertragreichsten Plantagen, und auch die touristischen Perspektiven stimmen. Dafür steht vor allem Puerto Naos, neben Los Cancajos der bedeutendste und wohl auch attraktivste Badeort der Insel, wenn man einmal von den wahllos hochgezogenen Appartement- Anlagen hinter der Strandpromenade absieht. Gleich südlich des Ortes befinden sich zwei der schönsten Sandbuchten La Palmas: Playa de las Monjas (einziger FKK-Strand der Insel) und Charco Verde. Dem steht übrigens auch die Playa Nueva nördlich von Puerto Naos kaum nach.

Ein weiterer Glanzpunkt in der Runde ist das reizvolle Städtchen Tazacorte mit seiner lauschigen Plaza. Das gilt auch für Puerto de Tazacorte – der Bade- und Hafenort liegt einzigartig an der Mündung der gewaltigsten Schlucht der Insel, dem aus der Caldera de Taburiente herabziehenden Barranco de las Angustias, und wurde in den letzten Jahren hübsch herausgeputzt und mit einem schönen Sandstrand versehen.

Fast 600 Meter weiter oben, unmittelbar am Steilabfall der Felswand, legt uns der Mirador El Time noch einmal das gesamte Aridane-Tal und die Westküste zu Füßen. Allein schon der Blick am Barranco de las Angustias entlang hinein in die Caldera de Taburiente ist einen Stopp an diesem Aussichtspunkt wert. Die Landschaft wandelt sich nun – zahlreiche Barrancos zerschneiden die Caldera-Hänge, die Küste wird zerklüfteter und unzugänglicher. Auch die Plantagen werden rarer, stattdessen prägen zumeist verwilderte Gartenterrassen mit Mandelbäumen und zusehends auch die immer weiter herabreichenden Kiefernwälder das ansonsten eher karge Landschaftsbild. Vorbei an Tijarafe, das mit der Felsenbucht Porís de Candelaria den wohl spektakulärsten natürlichen »Puerto« der Insel besitzt, gelangen wir nach Puntagorda – der weit verstreute Ort ist berühmt für sein Mandelblütenfest, das meist Anfang Februar gefeiert wird; am Puerto erwartet den Besucher ein kleiner Strand mit einem Naturbadebecken. Jenseits des Barranco de Izcague mit dem beschaulichen Drachenbaumhain- Dorf Las Tricias geht es an satt-grünen Weidehängen vorbei nach Hoya Grande und damit in den Nordteil der Insel.

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