Über Zäune und Mauern - Berichte von der Globalisierungsfront

Über Zäune und Mauern - Berichte von der Globalisierungsfront

 

 

 

von: Naomi Klein

Campus Verlag, 2003

ISBN: 9783593372167

Sprache: Deutsch

303 Seiten, Download: 795 KB

 
Format:  PDF, auch als Online-Lesen

geeignet für: Apple iPad, Android Tablet PC's Online-Lesen PC, MAC, Laptop


 

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Über Zäune und Mauern - Berichte von der Globalisierungsfront



Globalisierungskritik zwischen Analyse und Tagebuch

Naomi Kleins Buch No Logo! war gerade im Druck, als 1999 der Protest gegen die Welthandelsorganisation in Seattle losbrach. In ihrem neuen Buch dokumentiert Klein die Entwicklung dieser neuen Protestbewegung in Form von sehr persönlichen und bewegenden Augenzeugenberichten aus der Mitte der Globalisierungskritiker.

Zum Jahrtausendwechsel schienen die Mängel des herrschenden neoliberalen Wirtschaftssystems so unübersehbar wie unerträglich geworden zu sein: Die Proteste in Seattle vom November 1999 wurden zum Coming-out der globalisierungskritischen Bewegung, Naomi Klein veröffentlichte wenig später No Logo!, das zum Kultbuch dieser Bewegung werden sollte, und Monat für Monat fanden plötzlich neue Demonstrationen mit Hunderttausenden von Teilnehmern statt, die nicht mehr bereit waren, die Zäune der sozialen Ausgrenzung, die der Kapitalismus errichtet, zu akzeptieren.

In ihrem neuen Buch berichtet Naomi Klein von der Genese der globalen Protestbewegung und zeigt, wo sie heute steht. Sie stellt anstehende Aufgaben und mögliche Strategien dar und diskutiert engagiert die Schlüsselfragen der Gegenwart, wie Armutsbekämpfung, Migration, Gentechnik oder die Rolle internationaler Wirtschafts-institutionen. Ihre zum Teil sehr persönlichen Notizen bieten unerwartete Einblicke in das Selbstverständnis und Funktionieren des globalen Protests und geben gleichzeitig einen Überblick über die zentralen Positionen der Globalisierungskritiker.

Das Buch ist eine Reise in die mit Tränengas vernebelten Straßen von Quebec City und Prag, eine Campingtour mit Atomkraftgegnern durch die südaustralischen Wüste aber auch eine Exkursion zu förmlichen Debatten mit europäischen Staatsoberhäuptern. Die Texte enthalten sowohl die schärfsten Argumente und Fakten, die Klein in Diskussionen mit neoliberalen Wirtschaftswissenschaftlern zu bieten hat, als auch die bewegendsten Erlebnisse, die sie auf den Straßen mit anderen Aktivisten teilte.

Die in diesem Buch gesammelten Kolumnen, Essays und Reden sind für verschiedene Publikationen geschrieben worden, zum Teil handelt es sich um Erstveröffent-lichungen. Sie wurden nach Protestaktionen in Washington und Mexico City nachts in Hotelzimmern in den Laptop getippt oder entstanden in unabhängigen Medienzentren oder während Kleins vieler Flüge.

Zäune waren immer schon ein notwendiger Bestandteil des Kapitalismus, doch die doppelte Moral, mit der sie errichtet werden, ist in letzter Zeit immer unübersehbarer geworden. So zeigt Klein auch, dass manche Dinge nicht Privat-eigentum sein wollen: Musik, Wasser, Saatgut, Elektrizität, Gedanken – sie brechen aus der um sie errichteten Umzäunung aus, und öffnen so die Fenster der Möglichkeiten.

Naomi Klein verkörpert auf provokative, intelligente und leidenschaftliche Weise die Rückkehr des politischen Denkens in der jüngeren Generation.

Die Autorin

Naomi Klein, geboren 1971 in Montreal, studierte an der Universität von Toronto, wo sie Chefredakteurin der Campus-Zeitung war. Danach arbeitete sie mehrere Jahre als Kolumnistin und Chefredakteurin. Kleins erstes Buch No Logo! wurde zum internationalen Bestseller. 2001 gewann sie als bisher jüngste Autorin den National Business Book Award. Heute publiziert sie ihre Artikel in zahlreichen internationalen Zeitungen und Magazinen. Naomi Klein im Internet: http://www.nologo.org

Im September 2002 rief Naomi Klein den Spendenfonds Fences and Windows Funds ins Leben. Er entstand in Verbindung mit der Veröffentlichung der Originalausgabe von Über Zäune und Mauern (Fences and Windows) und soll globalisierungskritische Organisationen unterstützen. Mehr dazu unter http://www.fencesfund.org  

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