Georgisches Album

Georgisches Album

 

 

 

von: Andrej Bitow

Suhrkamp, 2017

ISBN: 9783518731666

Sprache: Deutsch

279 Seiten, Download: 9964 KB

 
Format:  EPUB, auch als Online-Lesen

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Georgisches Album



»Jenseits des Puschkin-Passes, wo die biblische Landschaft Armeniens allmählich dem warmen und feuchten Lebensatem Georgiens weicht und alles so stetig und zielstrebig anders wird, bogen wir von der Landstraße ab und tauchten ins herandrängende Grün.« Die Fahrt durch eine Schlucht, über eine löchrige Brücke, die den Blick auf ein Autogerippe tief unten im gischtenden Wasser freigibt, gleicht einem Augenrausch. Als hätte der Mensch die Welt soeben zum ersten Mal betreten. 

Das Ziel der Reise ist die Ankunft in der Gegenwart, »im Echten«, dort, wo man im Fremden ganz bei sich ist. Bitow erhebt die Fernsicht zum poetischen Prinzip. »In Georgien schrieb ich über Rußland, in Rußland über Georgien. Warum mußte ich mich im Dorf Golusino bei Kostroma oder in Golizyn bei Moskau von Tifliser Visionen bedrängen lassen, um dann, als ich endlich in Tiflis war, über den Leningrader Zoo zu schreiben!« Was ihm im Süden wie eine Gnade zuteil wird - die Fülle des Lebens -, das kann er im russischen Norden, in der Stadt, nur im Wachtraum, im Bewußtseinsdämmer heraufbeschwören.

Die Reisebilder und autobiographisch gefärbten Erzählungen im Georgischen Album gehören  zu Bitows stärksten Prosastücken: Erinnerungsblätter, die nicht nur den Landschaften des »russischen Italien«, sondern auch den geliebten Orten und Menschen seiner Heimatstadt Petersburg gewidmet sind.



<p align="justify">Bitow wurde 1937 in Leningrad geboren, ver&ouml;ffentlichte seit 1959 Erz&auml;hlungen, Essays, Romane sowie Reiseberichte. 1990 erhielt er den russischen Puschkin-Preis. Mit dem Roman<em> Das Puschkinhaus</em> ist Bitow 1978 (dt. 1983) weltweit bekannt geworden. In deutscher Sprache erschienen dar&uuml;ber hinaus <em>Das Licht der Tote</em>n (1990), <em>Mensch in Landschaft</em> (1994), <em>Puschkins Hase</em> (1999) und<em> Armenische Lektionen</em> (2002). Bitow starb am 3. Dezember 2018 in Moskau.</p>

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