Erkennen von Kunststoffen - Qualitative Kunststoffanalyse mit einfachen Mitteln

Erkennen von Kunststoffen - Qualitative Kunststoffanalyse mit einfachen Mitteln

von: Dietrich Braun

Carl Hanser Fachbuchverlag, 2012

ISBN: 9783446433229

Sprache: Deutsch

154 Seiten, Download: 3017 KB

 
Format:  PDF, auch als Online-Lesen

geeignet für: Apple iPad, Android Tablet PC's Online-Lesen PC, MAC, Laptop


 

eBook anfordern

Mehr zum Inhalt

Erkennen von Kunststoffen - Qualitative Kunststoffanalyse mit einfachen Mitteln



2 Allgemeines zur Kunststoff- Analyse (S. 17-18)

2.1 Gang der Analyse

Jede Kunststoff-Analyse beginnt man mit verschiedenen Vorproben. Neben der Feststellung einiger typischer Merkmale wie Löslichkeit, Dichte, Erweichungs- und Schmelzverhalten spielt besonders das Verhalten beim Erhitzen im Glühröhrchen (Pyrolysetest) und in der offenen Flamme (Brennprobe) eine wichtige Rolle. Falls damit nicht bereits eine sichere Aussage möglich ist, prüft man dann auf die Anwesenheit der neben Kohlenstoff und Wasserstoff vorkommenden sogenannten Heteroelemente Stickstoff, Halogene (besonders Chlor und Fluor) sowie Schwefel (Kapitel 4). Hieran kann sich ein systematischer, vor allem auf der Löslichkeitsprüfung und einigen einfachen spezifischen Tests beruhender Analysengang anschließen (Kapitel 5). Daneben stellt man eventuell noch die Anwesenheit anorganischer oder organischer Füllstoffe oder sonstiger Begleitstoffe, z. B. Weichmacher oder Stabilisatoren, fest, wobei allerdings mit einfachen Hilfsmitteln nur selten genauere Aussagen über deren Art und Anteil möglich sind.

2.2 Probenvorbereitung

Kunststoffe kommen in der Praxis als Rohmaterial in Form von Pulvern, Granulaten oder seltener als Dispersionen vor; verarbeitet treten sie z. B. als Folien, Platten, Profile oder geformte Fertigteile auf. Bei einigen Vorproben kann der zu untersuchende Kunststoff direkt in der vorliegenden Form (Granulat, Späne etc.) verwendet werden, z. B. bei der Brennprobe. Für die meisten Prüfungen ist es aber günstiger, wenn die Probe in möglichst feinverteiltem oder pulvrigem Zustand vorliegt. Zum Zerkleinern eignet sich eine Mühle (eventuell genügt eine kleine Kaffeemühle). Bei starkem Abkühlen durch Zugabe von Trockeneis (festes Kohlendioxid) werden die meisten zähen oder elastischen Kunststoffe spröde, außerdem vermeidet man so zu starkes Erhitzen beim Mahlen.

Sehr oft enthalten verarbeitete Kunststoffe Zusätze wie Weichmacher, Stabilisatoren, Füllstoffe oder Farbstoffe bzw. Pigmente. Bei den einfachen, meist nicht sehr spezifischen Vorproben stören solche Zusatzstoffe in der

Kategorien

Service

Info/Kontakt