Apache 2

Apache 2

 

 

 

von: Sascha Kersken

Galileo Press, 2006

ISBN: 9783898427876

Sprache: Deutsch

934 Seiten, Download: 6274 KB

 
Format:  PDF, auch als Online-Lesen

geeignet für: Apple iPad, Android Tablet PC's Online-Lesen PC, MAC, Laptop


 

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Apache 2



12 Skalierung und Performance-Tuning (S. 557-558)

Nicht die Aufgaben sollen einem über den Kopf wachsen, sondern der Kopf soll über den Aufgaben wachsen. – Gerhard Uhlenbruck

In diesem Kapitel werden verschiedene Verfahren vorgestellt, die für den Betrieb größerer Websites nützlich sind. Diese Maßnahmen lassen sich im Wesentlichen unter dem Stichwort Skalierung zusammenfassen. Im Einzelnen geht es um folgende Aspekte:

- Virtuelle Hosts

Wie in diesem Buch bereits mehrfach erwähnt wurde, können Sie Apache 2 so einrichten, dass er für unterschiedliche IP-Adressen, Hostnamen oder Ports verschiedene Inhalte liefert. Dies wird als Virtual Hosting bezeichnet und ist für größere Firmen mit umfangreichen Websites nützlich. Insbesondere für Internet-Service-Provider gibt es schließlich das Modul mod_vhost_ alias, das die dynamische Einrichtung zahlreicher virtueller Hosts ermöglicht.

- Performance-Tuning

Es gibt verschiedene Möglichkeiten, die Leistungsfähigkeit des Apache-Webservers zu steigern. Hier erhalten Sie einige Praxistipps zur Performance; außerdem werden einige relevante Direktiven vorgestellt.

- Load-Balancing

Wenn Ihre Site sehr populär wird und Millionen von Anfragen ausgesetzt ist, kommt ein einzelner Server-Rechner auch mit dem besten Performance- Tuning irgendwann an seine Leistungsgrenze. Dann wird es Zeit, sich über eine Lösung Gedanken zu machen, die die Last der Anfragen möglichst gleichmäßig auf mehrere physikalische Server verteilt.

12.1 Virtuelle Hosts
Wenn Sie auf ein und demselben Rechner mehrere Websites betreiben, werden diese als virtuelle Hosts bezeichnet. Apache bietet vier verschiedene grundlegende Möglichkeiten für die Einrichtung virtueller Hosts:

- IP basierte virtuelle Hosts

Wenn ein Rechner über mehrere IP-Adressen verfügt, können Sie einen virtuellen Host für jede dieser Adressen einrichten. Diese Voraussetzung ist erfüllt, wenn mehrere Netzwerkschnittstellen vorhanden sind oder wenn Sie spezielle Hilfsmittel Ihres Betriebssystems eingesetzt haben, um einer Schnittstelle mehrere Adressen zuzuweisen. Dasselbe können Sie übrigens auch durch zwei völlig voneinander getrennte Apache-Installationen erreichen. Sie brauchen dann lediglich Listen-Direktiven mit unterschiedlichen IP-Adressen zu verwenden. Beachten Sie in diesem Zusammenhang, dass Sie unter Windows nur für eine der beiden Versionen den Binär-Installer verwenden können; eine zweite müssten Sie durch Kopieren erstellen. Darüber hinaus benötigt eine der beiden Installationen einen anderen Dienstnamen. Näheres über diese Anpassung finden Sie in Kapitel 5, Apache in Betrieb nehmen.

- Namensbasierte virtuelle Hosts

Dies ist heutzutage die gängigste Methode zur Einrichtung virtueller Hosts. Namensbasierte virtuelle Hosts werden für eine gemeinsame IP-Adresse eingerichtet; Apache entscheidet anhand des HTTP/1.1-Headers Host, welche Site ausgeliefert wird.

- Port-basierte virtuelle Hosts

Wie Sie wissen, können Sie Apache so konfigurieren, dass er an mehreren TCP-Ports lauscht. Für jeden dieser Ports können Sie anschließend einen anderen virtuellen Host einrichten. Dies wird besonders häufig für spezielle Protokolle wie SSL oder einen Proxy-Server genutzt; entsprechende Beispiele wurden in diesem Buch bereits behandelt.

- Massen-Hosting mit mod_vhost_alias

Dieses Modul ist besonders für Webhoster interessant: Es erlaubt die automatisierte Einrichtung virtueller Hosts anhand von Verzeichnisstrukturen.

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