Der Odysseusfaktor: Sensationslust

Der Odysseusfaktor: Sensationslust

 

 

 

von: Gisla Gniech

Pabst Science Publishers, 2002

ISBN: 9783936142761

Sprache: Deutsch

180 Seiten, Download: 1334 KB

 
Format:  PDF, auch als Online-Lesen

geeignet für: Apple iPad, Android Tablet PC's Online-Lesen PC, MAC, Laptop


 

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Der Odysseusfaktor: Sensationslust



Persönlichkeitsmerkmal Sensationslustsuche
Das Buch erhält auf Anregung von Andreas Huber (1994) hin den Namen „Der Odysseusfaktor“, denn es scheint, dass der sagenhafte König von Ithaka, Odysseus, offensichtlich ein ganz moderner Held ist. Der griechische Dichter Homer beschrieb der Nachwelt in seinen Epen „Die Ilias“ den trojanischen Krieg und in „Die Odyssee“ die Abenteuerreisen des Odysseus.
Der Held Odysseus kann mit den Attributen, die für das Persönlichkeitsmerkmal Sensationslustsuche gelten, zutreffend beschrieben werden: Er war als ein tapferer Krieger bekannt, listig und klug (z. B. bei der Konstruktion des trojanischen Pferdes), er war kraftvoll, neugierig und originell in der Meisterung von Gefahren (z. B. im Kampf mit dem Zyklopen Polyphem, dem Aufenthalt am Rande des Totenreiches Hades oder bei der Umschiffung der unheimlichen Felsen Skylla und Charybdis), er war emotional sinnlich (denn er ließ sich von der Nymphe Kalypso lieben und nach sieben Jahren zu neuer Kraft ermuntern; er blieb weiter ein Jahr auf der Insel der Zauberin Kirke und widerstand nur mit einem Trick den lockenden Sirenen). Als er endlich nach Ithaka zurückkehrte, mußte er sein Haus und seine Frau Penelope neu erobern.
Der listenreiche Odysseus war jung, männlich, tatkräftig, erotisch, abenteuerlustig, mobil und wagemutig; er liebte den Rausch der Gefahr und vermied Situationen, die keinen Anreiz hatten und langweilig waren; er legte sich nicht fest sondern hielt sich alle Möglichkeiten offen, um immer wieder neu frei entscheiden zu können. Sein Leben war laut, lustig, bewegt, bunt, abwechslungsreich, kämpferisch und voller Überraschungen: ganz wie ein echter „Sensation Seeker“. Und sehr verschieden von den Denkern der griechischen Philosophie: Diogenes von Sinope (412-323 vor Christi Geburt) war ein Zyniker und predigte äußerste Bedürfnislosigkeit. Epikur (341-270 vor Christi Geburt)vertrat eine Eudämonie, d. h. den vollkommen friedlichen Glückszustand des Menschen ohne rohe sinnliche Lust. Diese beiden verkörperten „ Low-Sensation-Seeker“. So finden wir in der griechischen Antike die beiden Ausprägungsgrade des Merkmals Sensationslustsuche in bilderreichen Schilderungen vor, von dem in diesem Buch die Rede ist.
Die Irrfahrten des Odysseus währten etwa 10 Jahre. Das Abendteuerbzgl. der Beschreibung des Odysseusfaktors nahm etwa den gleichen Zeitraum ein. Eine ganze Schar von Mitarbeitern hat den Weg des Autors seit den 90er Jahren des letzten Jahrhunderts begleitet.

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